Nr. 47/2014 vom 20.11.2014

Schmidheiny-Prozess

In der WOZ von letzter Woche (Nr. 46/2014) berichteten wir vom Prozess gegen den Schweizer Industriellen Stephan Schmidheiny, über dessen Mitschuld an Krankheit und Tod vieler Tausend Menschen das höchste italienische Gericht diesen Mittwoch entscheiden sollte. Bei Redaktionsschluss war das Urteil gegen den einstigen Chef des Eternit-Konzerns noch nicht bekannt. In den Vorinstanzen wurde er zu sechzehn und zu achtzehn Jahren Haft verurteilt.

Mitbestimmungsdebatte

Grossunternehmen dominieren die Weltwirtschaft und haben massgeblichen Einfluss auf unser aller Leben und die gesellschaftliche Entwicklung. Von Demokratie fehlt dabei jede Spur. Eine kleine Gruppe von AktionärInnen und ManagerInnen bestimmt – im Eigeninteresse, für mehr Profitmaximierung, auf Kosten des Gemeinwohls. Wie können Grossunternehmen in die Gesellschaft eingebunden werden? Welche Lösungen für mehr Mitbestimmung und eine gerechte Gewinnbeteiligung gibt es?

Diese Fragen sind Thema einer Veranstaltung am Freitag, 21. November, im Hauptgebäude der Universität Bern (HS 220). Von 16.15 bis 19 Uhr gibt es Workshops mit Heinz Bierbaum (Professor für Betriebswissenschaft, Leiter Info-Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Landtagsabgeordneter Saarland für Die Linke) und Jonas Pontusson (Professor am Institut für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Universität Genf). Ab 20.15 Uhr diskutieren die beiden Referenten unter der Moderation von WOZ-Redaktor Stefan Howald mit SP-Nationalrätin Barbara Gysi, Jusopräsident Fabian Molina, dem Ökonomen Hans Baumann (SGB, Denknetz) – und dem Publikum.

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