Politour :

Nr. 12 -

Arbeit

Der Soziologe Peter Streckeisen, Mitherausgeber des Bands «Neue Prekarität. Die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik – europäische Länder im Vergleich», hält einen Vortrag zu ebendiesem Thema.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 23. März 2015, 19 Uhr.

Macht

Im Rahmen der Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse» finden die ask!-Feierabendgespräche statt. Im nächsten geht es um Geld als Erfolgsfaktor für die Karriere, im Monat darauf um Macht und Machtmissbrauch in der Arbeitswelt.

Lenzburg Stapferhaus, Ringstrasse West 19, 
Di, 24. März 2015, und Mi, 22. April 2015, jeweils 
18.30 Uhr (Führung 17 Uhr). Ausstellung 
bis 29. November 2015. Anmeldungen: 
www.beratungsdienste-aargau.ch. 
Weitere Führungen: www.stapferhaus.ch, 
062 888 48 12 oder info@stapferhaus.ch.

Mafia

2014 tauchte im Internet ein Video auf: die Sitzung einer Mafiazelle der italienischen ’Ndrangheta im Thurgau. Mafia in der Schweiz? Sicher nicht! Das sagte vor zwei Jahren der Bundesanwalt Michael Lauber. WOZ-Redaktor Andreas Fagetti war schon damals anderer Meinung. Am nächsten Anlass der Reihe «Die Welt am Donnerstag» spricht er über den zerstörerischen Einfluss der Mafia auf Wirtschaft und Gesellschaft und darüber, wie es der kalabrischen Mafia im reichen Norditalien in den letzten Jahren gelungen ist, Wurzeln zu schlagen, und über die Frage, was dies für die Schweiz bedeutet.

Zürich Autonome Schule, Bachmattstrasse 59, 
Do, 26. März 2015, 20 Uhr.

Menschenrechte

«Landesrecht vor Völkerrecht» nennt sich die Initiative, die die SVP lancieren will. Was ist dran an der Aussage, dass fremde Richter über unser Recht bestimmen? Kern der Debatte bildet die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), die von der Schweiz 1974 ratifiziert wurde. Welche Konsequenzen würde eine Annahme der Initiative nach sich ziehen? Über diese und andere Fragen spricht EMRK-Experte Henry Both.

Zürich Universität Zentrum, Rämistrasse 71, 
Raum KOL F-118, Do, 26. März 2015, 18.30 Uhr.

Migration

In der Reihe «Ökonomie und Rassismus im Migrations- und Grenzregime» von Kritnet Schweiz sprechen Sebastian Friedrich (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung) und die Soziologin Sarah Schilliger über Perspektiven, Ansätze und Methoden kritischer Wissensproduktion im Feld der Migration.

Bern Universität, Unitobler, Lerchenweg 36, 
Raum F-121, Mi, 25. März 2015, 18.15 Uhr.

Im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus zeigt das Kornhausforum die Ausstellung «E suberi Sach». Asylsuchende und Flüchtlinge, die im Team Sauber an einem Arbeitstraining mitmachen, sammeln in den Trams Abfälle auf und reinigen die Haltestellen. Daneben besuchen sie Deutsch- und Computerkurse. Angeleitet werden die Teilnehmenden vom Kompetenzzentrum Integration der Stadt Bern. Der Fotograf Peter Eichenberger hat das Team Sauber während eines halben Jahres mit seiner Kamera begleitet.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18, Foyer. Vernissage: Mi, 25. März 2015, 17 Uhr. Ausstellung geöffnet Mi/Fr/Sa, 10–17 Uhr, Do, 10–20 Uhr. Gesamtes Programm der Aktionswoche: 
www.berngegenrassismus.ch.

So wichtig die Rolle der Uno bei der humanitären Nothilfe auch ist: Müsste sie nicht entschieden und vor allem präventiv für den Schutz der Menschenrechte eintreten? Wo ist sie, wenn schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden? Der Uno-Experte und WOZ-Korrespondent Andreas Zumach stellt im Gespräch mit Hanspeter Uster (Präsident der Gesellschaft für ethische Fragen) sein neues Buch «Globales Chaos – machtlose UNO» vor (siehe auch den Vorabdruck in WOZ Nr. 11/2015 ).

Zürich Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 
Di, 24. März 2015, 19 Uhr.

VertreterInnen von Jungparteien diskutieren auf Einladung des Albanischen Studierendenvereins der Universität Zürich an einem Podium über die Zukunft von AlbanerInnen in der Schweiz. Mit Bettina Schnider (Junge CVP), Blerim Bunjaku (EVP), Egzon Zhuta (Jungfreisinnige), Elena Marti (Junge Grüne), Rafael Mörgeli (Juso) und Rafael Seeh (Junge SVP).

Zürich Universität Zentrum, Rämistrasse 71, 
Raum: KOL F-101, Do, 26. März 2015, 18.30 Uhr.

Beat Meiner (Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe), Hasim Sancar (Berner Grossrat Grünes Bündnis), Seraina Patzen (Vorstand Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers und Stadträtin) sowie Bleiberechtsaktivistin Debora Buess diskutieren Visionen für eine humanitäre und solidarische Schweizer Flüchtlingspolitik.

Bern Reitschule, Neubrückstrasse 8, Di, 24. März 2015, 20 Uhr. Ausstellung «Grosse Fluchten – kleines Asyl» bis 28. März 2015.

Rassismus

Im Februar 2012 wies das Verwaltungsgericht Koblenz die Klage eines schwarzen (deutschen) Mannes ab, der sich gegen eine Kontrolle im Zug gewehrt hatte. Das Verwaltungsgericht entschied, dass die deutsche Bundespolizei Zugreisende auf bestimmten Strecken ohne konkreten Verdacht kontrollieren und nach ihrer Hautfarbe auswählen darf (Racial Profiling). Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz entschied im Oktober 2012, dass das Verlangen eines Ausweises rechtswidrig war, weil die Hautfarbe des Klägers das Kriterium gewesen war, was gegen das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz verstiess.

Nachdem sich Vertreter der Bundespolizei beim Kläger entschuldigt hatten, erklärten die Verfahrensbeteiligten den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt. Planet 13 zeigt den Film «ID Without Colors» von Riccardo Valseccchi über institutionellen Rassismus in Deutschland.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, 
Di, 24. März 2015, 19 Uhr.

Wachstum

«Mehr Wachstum!» wird in Zeiten von Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen gefordert, denn die Immer-mehr-Ideologie gilt als Garantin für eine gesunde Ökonomie. Doch stimmt dies angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm «Wachstum, was nun?» auf den Grund und zeigt Alternativen auf, die sich bereits bewährt haben.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
Sa, 21. März 2015, 20 Uhr.

Wasser

Von der Organisation Viva con Agua finanzierte Projekte werden von der Partnerorganisation Helvetas umgesetzt. Viva con Agua unterstützt sogenannte WASH-Projekte, die die drei Komponenten Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene miteinander verbinden. Was bringt das Engagement? Dieser Frage gingen ehrenamtliche Viva-con-Agua-UnterstützerInnen nach und reisten für zwei Wochen in nepalesische Projektgebiete, begleitet von Filmemacher Christian Felber. Entstanden ist der 24-minütige Dokumentarfilm «Namaste Nepal». Im Anschluss an die Vorführung kommen TeilnehmerInnen der Projektreise nach Nepal zu Wort. Ausserdem wird über das Projekt Solarkino Nepal informiert.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, 
Sa, 21. März 2015, 14 Uhr.

Wohnraum

In Bern wird gleich quartierweise neuer, teurer Wohnraum geschaffen. Das Kollektiv «RaumRaub» macht mit kreativen Aktionen auf diese Entwicklung aufmerksam. So zogen AktivistInnen beispielsweise letzten Sommer mit einem Schiffscontainer durch Bern. Nun stellen sie sich in Zug vor und sprechen über ihr Projekt.

Zug Industrie 45, Mo, 23. März 2015, 20.30 Uhr (Türöffnung 20 Uhr).