Nr. 21/2015 vom 21.05.2015

Agrarkonzerne

Das Agrobusiness fördert eine Landwirtschaft mit Saatgutpatenten und dem Einsatz von Pestiziden und Gentechnologie. Eine breite Koalition von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Parteien und Organisationen der globalisierungskritischen Bewegung hat sich in der Koalition Multiwatch zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Beobachtung und Publikmachen von Menschenrechtsverletzungen bei multinationalen Konzernen mit Schweizer Sitz. Multiwatch ruft nun zum Marsch gegen die Agromultis Monsanto und Syngenta auf. Der March Against Monsanto findet weltweit in 430 Städten statt.

Schweizer Treffpunkte: Basel Barfüsserplatz; 
Bern Aargauerstalden (beim Bärengraben); 
Morges Place de l’Hôtel de Ville; 
Zürich Helvetiaplatz. Jeweils Sa, 23. Mai 2015, Ansprachen ab 14 Uhr, Marsch ab 14 Uhr.

Europa

Zwei historisch wichtige Daten in diesem Jahr: 200 Jahre Wiener Kongress sowie das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945. Welche Bedeutung haben diese Ereignisse für die Schweiz? Den ersten von zwei Abenden zu Europas Zukunft bestreitet der Historiker Georg Kreis. Er fokussiert das Verhältnis der schweizerischen zur europäischen Geschichte.

Zürich Theater Winkelwiese, Winkelwiese 4, 
Di, 26. Mai 2015, 20.30 Uhr. Nächster Abend: 
Damir Skenderovic, Di, 9. Juni 2015, 20.30 Uhr.

Geld

Im Rahmenprogramm der Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse» streiten die Nationalräte Cédric Wermuth (SP) und Christian Wasserfallen (FDP) darüber, ob das Geld gerecht verteilt ist.

Lenzburg Stapferhaus, Ringstrasse West 19, 
Di, 26. Mai 2015, 18 Uhr. Ausstellung geöffnet Di–So, 10–17 Uhr, Do, 10–20 Uhr, bis 29. November 2015. 
Die BesucherInnen bestimmen am Ende an der Kasse selber, wie viel ihnen der Ausstellungsbesuch wert ist. RollstuhlfahrerInnen bitte anmelden: 
info@stapferhaus.ch, 062 888 48 12.

Globalisierung

Jean Ziegler, Soziologe, emeritierter Professor der Universität Genf, ehemaliger SP-Nationalrat und Sonderberichterstatter der Uno sowie heutiger Vizepräsident des beratenden Ausschusses des Uno-Menschenrechtsrats, stellt sein neues Buch «Ändere die Welt! Warum wir die kannibalistische Weltordnung stürzen müssen» vor.

Zürich Kaufleuten, Pelikanplatz, Di, 26. Mai 2015, 20 Uhr.

Justiz

In der Veranstaltung «Von helfenden Richtern, strafenden Psychiatern und der medialen Öffentlichkeit» geht es um Strafen, psychiatrische Gutachten und sozialpädagogische Massnahmen. Der Stadtzürcher Jugendanwalt Hansueli Gürber stellt das Schweizer Jugendstrafrecht und Massnahmen in dessen Rahmen vor. Mario Gmür, selber Gerichtsgutachter, erläutert seine Kritik an der heutigen Psychiatrie im Allgemeinen und an der forensischen Psychiatrie, insbesondere der Rückfall- und Gefährlichkeitsprognose. Danach werden die Referenten diskutieren, welche Auswirkungen die zunehmende Medialisierung auf VerantwortungsträgerInnen hat.

Stallikon Möslihaus, ab Gamlikon oder Bergstation Adliswil–Felsenegg-Bahn nur mit ÖV und zu Fuss erreichbar, siehe www.moeslihaus.ch/lage,
Sa, 13. Juni, 11–17.30 Uhr (Begrüssung 
ab 10 Uhr mit Kaffee, Tee, Gipfeli). Anmeldung 
bis 31. Mai 2015: www.moeslihaus.ch, Barbara Hobi 
044 201 08 77 (Beantworter) oder 
basil@rotefalken.ch, Name, Adresse und Telefonnummer angeben. Kosten inklusive Gipfeli und Mittagessen: 20/30 Franken.

LGBTI

Mit dem letztjährigen Sieg von Conchita Wurst am Eurovision Song Contest gewann die Diskussion um das Leben von LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexed) vermehrtes Interesse. Die Popmusik hat ihr queeres Publikum schon länger entdeckt und spricht queere Sexualität viel offener an. Aber was bedeutet dies für die Rechte und die Toleranz gegenüber LGBTI? Die Musikwissenschaftlerin Maria Fuchs und Matti Rach (Präsident des schwulen Männerchors Zürich Schmaz) diskutieren mit Alexandra Karle (Amnesty International Schweiz) über die Rolle der Musik im Kampf um Rechte für LGBTI, danach wird der Song Contest übertragen.

Zürich Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 
Sa, 23. Mai 2015, Podium: 19 Uhr, Song Contest: 21 Uhr.

Stadtrundgang

Abfahrt im Luzern des Jahres 2015 – Ankunft in Bern 1928, an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit. Der Luzerner Stadtrundgang «Du heiratest ja doch» widmet sich weiblicher Erwerbstätigkeit seit dem 19. Jahrhundert.

Luzern Treffpunkt beim alten Torbogen 
vor dem Bahnhof, Mo, 25. Mai 2015, 16 Uhr und 
Fr, 28. August 2015, 19 Uhr.

Südafrika

Der Film «Life in Progress» (siehe WOZ Nr. 11/2015) erzählt von drei schwarzen Jugendlichen, die zwei Jahrzehnte nach Ende der Apartheid in einem der grössten Townships Südafrikas erwachsen werden. Täglich sind sie mit der Erbschaft des Unrechtsregimes konfrontiert. Nach der Vorführung wird es ein Gespräch mit der Regisseurin Irene Loebell geben.

Winterthur Nord-Süd-Haus, Steinberggasse 18, 
Mi, 27. Mai 2015, 19.30 Uhr.

Sufo

Das Sozial- und Umweltforum Ostschweiz (Sufo) bietet die Möglichkeit, über gesellschaftliche, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Themen zu debattieren. Am Freitag findet das Podium «Warum wird Krieg zur Perspektive?» statt: Wie entsteht überhaupt Krieg? Wer profitiert? Wer verliert? Und vor allem: Wie können wir verhindern, dass Krieg zur einzigen Perspektive wird? Es diskutieren VertreterInnen der GSoA, von Swisspeace und den Sicherheitspolitischen Kommissionen des Parlaments. Am Samstag werden über vierzig Workshops angeboten. Danach findet eine Kundgebung statt, abends gibts ein Strassenfest.

St. Gallen Podium: Palace, Zwinglistrasse 3, 
Fr, 29. Mai 2015, 19.30 Uhr. Workshops (gratis, aber anmeldepflichtig): Sa, 30. Mai 2015, 10–12 Uhr und 13.45–15.45 Uhr. Last-Minute-Einschreiben 
für Workshops: Fr, 29. Mai 2015, 18.30 Uhr und Sa, 30. Mai 2015, 9–10 Uhr. Kundgebung: 16 Uhr, Strassenfest ab 17 Uhr. Kinderbetreuung möglich. Details und Anmeldung: www.sufo.ch

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