Nr. 08/2016 vom 25.02.2016

Von Silvia Süess

Jung und schnell

Sie sind jung, und sie reden schnell: die U20-Poetry-SlammerInnen. Mitte März findet in St. Gallen die Schweizer Meisterschaft statt; um dort teilzunehmen, muss man sich zuerst qualifizieren. Eine der Qualifikationsrunden findet nun noch in Basel statt: Hier reden die SlammerInnen im kantonalen Finale um den Sieg und somit um eine Qualifikation an der Schweizer Meisterschaft. Am Mikrofon treten auf: Max Kaufmann, Elise Zachmann, Alexandra Köbelin, Marius Portmann, Miles Delpho, Maja Gajic, Ladina Bösch und Gina Walter.

«U20 Poetry Slam kantonales Finale» in: Basel Literaturhaus, Fr, 26. Februar 2016, 20 Uhr. www.literaturhaus-basel.ch

Ein Pfeil für Ja oder Nein

«Einmischungen und Tauschereien aller Art» heisst die Ausstellung von Christian Ratti im Kunsthaus Langenthal. Der Bündner Künstler ist ein leidenschaftlicher Sammler, der sich am liebsten mit realen, nichtmusealen Orten und Lebenssituationen beschäftigt. Seine aktuelle Ausstellung ist zugleich eine künstlerische Auseinandersetzung mit Artenschutz, ein Streifzug durch die Industriegeschichte sowie ein politisches Statement: Ratti hat im Fluss Langeten einen hölzernen Pfeil angebracht, der nun schön brav in Strömungsrichtung zeigt, doch ab und zu ausschlägt. Der Pfeil tritt am Abstimmungswochenende in Aktion: Parallel zu den Stimmenhochrechnungen wird der Pfeil am Sonntag in die eine oder andere Richtung ausschlagen – links für Nein, rechts für Ja – und hoffentlich links zur Ruhe kommen. Am Samstag bietet der Künstler zudem einen Tauschhandel mit Wahlstimmen für Nichtstimmberechtigte an. Dazu werden sowohl Stimm- als auch Nichtstimmberechtigte gesucht, die sich auf diesen Tausch einlassen wollen. Einfach hingehen, tauschen und schauen, was passiert.

«Einmischungen und Tauschereien aller Art» in: Langenthal Kunsthaus, bis 3. April 2016. «Stimmenspende» am Sa, 27. Februar 2016, «Pfeil, die Stimmungsrichtung anzeigend» am So, 28. Februar 2016. www.kunsthauslangenthal.ch

Bruno Manser

Seit Mai 2000 wird Bruno Manser vermisst, fünf Jahre später ist er amtlich für verschollen erklärt worden. Der Ethnologe und Umweltaktivist setzte sich auf Borneo für den Erhalt der bedrohten Regenwälder ein – dort wurde er auch das letzte Mal gesehen. Die Schauspielerin Annina Polivka geht mit Martin Vosseler, einem Freund Mansers, im Stück «Bruno Manser» dem Phänomen Manser auf den Grund. Gemeinsam erforschen sie unter der Regie von Kaspar Geiger und anhand vieler Originaldokumente wie Tagebucheinträge Mansers Ideen und seine Neugierde auf das Leben.

«Bruno Manser» in: Basel Theater Roxy, Fr/Sa, 27./28. Februar 2016, Mi, 2. März 2016, Fr/Sa, 4./5. März 2016, jeweils 20 Uhr. www.theater-roxy.ch

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