Leser:innenbriefe

Nr. 8 –

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Mehr Klassenkampf, ­weniger Muskelspiele

«Essay: Das Ende Europas», WOZ Nr. 5/26

Echt jetzt? Europa ist am Ende? Und der einzige Rat, der dem Autor einfällt, ist, dass Europa nun «genauso hart und schmutzig spielen» soll wie der Rest der Welt? Und dass es ein neues Paradigma gemäss Trump entwickeln soll? Wie kann die WOZ nur solche Scheusslichkeiten abdrucken.

Ja, die Weltlage ist schwierig zurzeit. (Wann war sie das nicht?) Und ja, die Probleme Europas und der EU sind zu einem guten Teil «selbstgemacht». Nicht nur, weil in einigen Ländern Altmachos und Neufaschisten an der Macht sind oder an die Macht zu kommen drohen. Sondern auch, weil die dringendsten Probleme, beispielsweise die aktuelle Verteilungsungerechtigkeit, nicht angegangen werden.

Vielleicht ist Europa ja tatsächlich am Ende. Zumindest das überhebliche und auf Kosten der übrigen Welt lebende Europa. Nur mit viel Demut, Schuldeingeständnissen und Wiedergutmachung kann sich Europa eine einigermassen menschenfreundliche Zukunft erhoffen. Aber sicher nicht mit Aufrüstung. Das führt unweigerlich zu weiterem Elend, Krieg und Zerstörung.

Wir brauchen mehr Klassenkampf von unten gegen oben. Und nicht mehr Muskelspiele Europa gegen USA, Russland oder China.

Heri Bender, per E-Mail

An was liegt es?

«Verbandsbeschwerde: Sorgfältig und erfolgreich», WOZ Nr. 6/26

Bravo, SL (Stiftung Landschaftsschutz), für Ihren Einsatz. Sie haben Erfolg – meist, weil Sie sich gegen illegale Vorhaben wehren.

Warum ist es eigentlich immer wieder nötig, dass externe Organisationen das abklären und vor Gericht ziehen müssen, was eigentlich die Aufgabe der Regierung wäre? Offensichtlich, so scheint es, liegt das an der Inkompetenz, dem Wegschauen (Vetterliwirtschaft), an der Korruption (Bestechung) oder Lobbyabhängigkeit. Dass das in fast allen Bereichen recht häufig vorkommt, ist bedenklich.

Christian Ruh, Zürich

Nimmerland

«Dominique Grandjean (1944–2026): Kunstpop aus Immernimmerland», WOZ Nr. 6/26

Spannend, der Nachruf auf Dominique Grandjean, weil er neben dem Song «Campari Soda» auch die Band Hertz gebührend würdigt und deren Musik sehr treffend beschreibt.

Ein Hinweis zum Stück «Nimmerland», das auch im Titel erwähnt wird: Es ist nicht von Dominique Grandjean, sondern von Ronnie Amsler, dem Gitarristen von Hertz.

Ginny Boxer, per E-Mail