Recherchieren, Interviews führen und unter Zeitdruck schreiben: Im Rahmen der Medienwoche 2026 besuchten zehn Gymnasiast:innen der Zürcher Kantonsschule Rämibühl die WOZ-Redaktion und lernten das ABC des Journalismus kennen. Hier lesen Sie die Texte der Nachwuchsjournalist:innen.
Die Zürcher Pfarrerin Priscilla Schwendimann sitzt zwischen Reformtradition und queerer Gegenwart. Sie zeigt, wie sich eine jahrhundertealte Religion neu lesen lässt – und warum Christentum und Queerness kein Widerspruch sein müssen.
Von Emilia Bidzinski (Text)
Priscilla Schwendimann ist die erste LGBTQ+-Pfarrerin in der Schweiz.Foto: Eva Schwendimann
Ein handgeschriebenes Buch aus dem 16. Jahrhundert hinter einer Vitrine. Verschnörkelte Buchstaben, verbleicht, vergilbt, kaum noch leserlich. Das Schild neben der Vitrine verrät, dass es sich um die Bibelübersetzung von Zwingli aus dem Jahr 1531 handelt. Neben der Vitrine ein Plakat, in allen Regenbogenfarben, auf dem in grossen Lettern steht: «Jesus liebt alle».
In der Stadt Zürich sind einige Areale besetzt. Und einige sehen aus, als wären sie besetzt. Doch hinter den Fassaden gibt es grosse Unterschiede.
Von Lara Stalder (Text und Foto)
«Das Areal ist nicht etwa besetzt»: Die alte Zentralwäscherei in Zürich.
Das alte, industrielle, fünfstöckige Gebäude aus Betonplatten ist an allen irgendwie zugänglichen Stellen mit Graffitis und Plakaten bedeckt. Auf dem kleinen Vorplätzchen stehen Skateboardrampen und Gartenstühle; eine Mauer, Holzkonstruktionen und einige besonders genügsame Bäume auf schmalen Erdstreifen schirmen es gegen die Strasse ab. Immer wieder kommen Leute, gehen hinein oder sitzen draussen, essen, trinken. Regelmässig finden abends Partys statt.
Ein neues, mobiles Gerät soll die Brustkrebsbekämpfung revolutionieren. Die ersten Studien sind vielversprechend.
Von Belinda Gmür und Laura Blanchard (Text und Foto)
Im Café, in dem wir uns mit Lisa Falco treffen, gehen beschäftigte Leute ein und aus, ein Stimmengewirr erfüllt den Raum. Falco hat ein kleines, schwarzes Ding mitgebracht. Es ist ein Ultraschallgerät, das über ein Kabel mit einem Handy verbunden werden kann, nicht grösser als ihre Handfläche. Dieses kleine Gerät soll so viel bewirken wie ein Raum voller Equipment für eine Mammographie; seine KI soll so zuverlässige Arbeit leisten wie ausgebildete Radiolgen
Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten der Welt. Jährlich erkranken rund 2.3 Millionen Menschen neu an Brustkrebs. In der Schweiz liegt ihre Überlebenschance bei über 90%. In ärmeren Ländern liegt sie bedeutend tiefer. Denn der Zugang zu Diagnosemöglichkeiten ist oft sehr begrenzt. Während sich Frauen in der Schweiz im Brustzentrum alle paar Jahre untersuchen lassen können, müssen sie andernorts oft weite Wege auf sich nehmen, um ins Spital zu gelangen. Das alles nur, um dann in 85% der Fälle gesagt zu kriegen, dass nichts Gefährliches entdeckt wurde. Das müsse sich ändern, finden Lisa Falco und ihr Team. Deshalb haben sie dieses Gerät entwickelt, das mit Hilfe von Ultraschall und KI Brustkrebs diagnostizieren kann.
Wieso junge Männer immer rechter werden – und was man dagegen tun kann.
Von Bea Mayer, Rufus Schärer und Gina Troisio (Text und Foto)
Geschichtsunterricht wäre so wichtig: Verkritzeltes Plakat in Zürich.
Eine Klingel übertönt die lauten Stimmen der Jugendlichen auf dem Gang, die nun in ein Klassenzimmer stürmen. Die Lehrperson steht vor der Leinwand. Es geht heute um den Holocaust. Geschichtsunterricht. Auf die Unterseite eines Tischs ist ein Hakenkreuz gezeichnet.