Essay: Wie gefangen im Innern einer Seifenblase
Die Schweizer Schriftstellerin Tabea Steiner über ihren Aufenthalt in Sofia und ihre Flucht in uralte Gesteinsschichten, neue Anstriche und historische Anekdoten.
Als ich in Sofia ankam, schien es mir, als liege die Stadt in einem Traum; ich ging in der Sommerhitze über die breiten Gehwege und konnte problemlos die unteren Äste der Bäume berühren, welche die Strassen säumen. Dann dämmerte es, die Dunkelheit brach ein, die Stadt war kaum beleuchtet. Ich schlief bis am anderen Nachmittag.