Iranisches Regime: Sein eigener Feind

Nr. 11 –

Mit der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Staatsoberhaupt versucht der iranische ­Gottesstaat, seine Macht zu erhalten. Doch das System ist zu verkrustet, um langfristig zu überleben. Von Amina Aziz

ein Soldat mit Gewehr steht auf einem gepanzerten Fahrzeug auf dem das Konterfei des neuen Obersten Führers Modschtaba Chamenei angebracht ist
Aus dem Hintergrund ins Rampenlicht: Das Konterfei des neuen Obersten Führers Modschtaba Chamenei auf einem gepanzerten Fahrzeug in Teheran. Foto: Hossein Esmaeili, Imago

Rauchschwaden der jüngsten Angriffe hingen noch über Teheran, als sich die Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Entscheidung des Expertenrats richtete, wer auf das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei folgen würde, der nach mehr als 36 Jahren an der Macht getötet worden war. Ernannt hat die Machtelite am Sonntag schliesslich Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei (56). Der Schritt soll Stärke demonstrieren. Der neue Chamenei gilt als Mann der alten Garde. Doch was wie Entschlossenheit wirkt, ist in Wahrheit das verzweifelte Aufbäumen eines Regimes, das längst dem Untergang geweiht ist.

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