Film: Geflüsterter Gesang
«Wenn Menschen erklären, was in der Natur passiert, musst du vorsichtig sein», sagt der Naturforscher, Ökologe, Fotograf Michel Munier. Statt um Mathematik und Kalkulation gehe es nämlich, so der Vater des Regisseurs von «Le chant des forêts», um Wildnis. Drei Generationen von Männern unterhalten sich bei Kerzenschein in einer Waldhütte. Aus den Worten, die hier an Simon, den Enkel, gerichtet sind, lässt sich eine Absichtserklärung des Films heraushören: sich von all jenen Naturfilmen abzugrenzen, die vor lauter beeindruckendem Wissen über das Gesehene manchmal vergessen, dass sich manch erstaunliche Einsicht mittels Sprache und Fakten nur schwer gewinnen lässt.