Extrem rechts, extrem etabliert
Die lange Tradition rechter Gewalt in Frankreich
Sein Tod verrät viel über die gegenwärtige politische Polarisierung in Frankreich: Der rechtsextreme Student Quentin Deranque kam am 14. Februar 2026 in Lyon bei einer Schlägerei mit Antifaschisten ums Leben. Manche behaupteten im Anschluss, der Faschismus käme inzwischen von links.
Wie sehr die Stimmung im Land nach rechts gekippt ist, zeigen die staatlichen Reaktionen auf den Tod des jungen Neonazis: Der Regionalrat von Auvergne-Rhône-Alpes hängte das Konterfei Deranques an seine Fassade. Und die Nationalversammlung widmete ihm eine Schweigeminute – einem Mann, der in den sozialen Medien Sympathien für Adolf Hitler ausgedrückt und allen Schwarzen den Tod gewünscht hatte.