Autorinnen in Afghanistan (8): Valentinstag in Kabul

Nr. 15 –

Mit ungewöhnlichen Strategien feiern Afghan:innen den Tag der Liebe – doch sie setzen sich grosser Gefahr aus.

Illustration von Noémie Fatio: ein Verbotsschild für Blumen, Kuchen, Parfüm und Geschenke

Es war der 12. Februar, und ich besuchte den Basar im Kabuler Stadtteil Schahr-e-Now. Nachdem ich meine Besorgungen erledigt hatte, ging ich in ein Restaurant. Auf Anordnung der Taliban sind Restaurants derzeit in Frauen- beziehungsweise Familien- und Männerbereiche unterteilt. Auf dem Weg zum Familienbereich fiel mir ein Aushang ins Auge, der meine Neugier weckte. Es handelte sich um eine Bekanntmachung des Ministeriums für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters, in der die Bevölkerung aufgefordert wurde, den Valentinstag – den Tag der Liebenden – nicht zu feiern, weil er keine islamische Grundlage habe. Alle Personen, die den Tag trotzdem feiern würden, riskierten eine Strafe.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen