Pressefreiheit in Ungarn: Das Regime zieht alle Register

Nr. 15 –

Im Vorfeld der Wahlen geht die Regierung von Viktor Orbán so skrupellos wie noch nie gegen unabhängige Journalist:innen vor.

Noémi Martini in einem Redaktions-Raum der «hvg»
«Sie lassen uns unsere Arbeit nicht machen»: Die Magazinjournalistin Noémi Martini wird vor allem bei Fidesz-Veranstaltungen immer wieder eingeschüchtert.

Die Plakatsäule steht wie ein Archiv neben der Parkplatzschranke. Man bleibt unwillkürlich vor den letzten Titelseiten des unabhängigen Wochenmagazins «hvg» stehen, die direkt vor dem kantigen Bürogebäude aus rötlichem Backstein ausgestellt werden: Viktor Orbán, den Kopf unter einen Eimer in den Farben der US-amerikanischen Flagge gezwängt; Wladimir Putin, der einen Vogel mit einem Olivenzweig im Schnabel in seiner Hand zerquetscht. Es sind Karikaturen, in fast jedem europäischen Land kaum der Rede wert, in Ungarn eine Ausnahmeerscheinung.

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