Bildung und KI : Den Chatbot entzaubern

Nr. 18 –

Wie gehen die Ausbildungsstätten künftiger Lehrer:innen mit KI im Klassenzimmer um? ­ Ein Stimmungsbarometer von Pädagog:innen im Getümmel der Gegenwart.

«Wir werden von der Entwicklung und ihrer Dynamik überrollt», sagt David Gavin von der Pädagogischen Hochschule Zürich auf die Frage, wie Chat GPT und Co. die Ausbildung angehender Lehrer:innen verändere. «Es ist eine riesige Herausforderung.» Aus anderen Pädagogischen Hochschulen (PH) tönt es ähnlich. «Die KI ist uns immer einen Schritt voraus», sagt die Deutschdidaktikerin Anke Schmitz von der PH der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Von sechs angefragten PHs haben fünf sofort reagiert, die Frage brennt allen unter den Nägeln. Denn die KI hat erst mal alle Lehrer:innen wieder zu Schüler:innen gemacht.

Viele haben als erste Reaktion auch gleich Weiterbildungen organisiert, intern und zur Unterstützung an der «Front» in den Klassenzimmern. In Zürich hat Gavin, früher selber Primarschullehrer, eine Grassroots-Gruppe mitorganisiert und auf der internen Lernplattform ein KI-Wiki aufgebaut. Alle Mitarbeiter:innen können Inhalte beisteuern: von Positionspapieren für Prüfungen über Forschungsprojekte bis hin zu Linksammlungen zu spezifischen Chatbots und Anleitungen zum Prompten. Es gibt auch eine Toolbox mit einer wild wuchernden Ansammlung von Websites und Werkzeugen für den Einsatz von KI im Unterricht.

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