Pedro Sánchez : Um Profil bemüht
Der spanische Regierungschef reklamiert eine Führungsrolle im Kampf gegen den Rechtsruck. In Spanien wirft man ihm aber Eigennutz vor.
Ist die internationale Sozialdemokratie doch nicht mausetot? Wer vorletzte Woche nach Barcelona blickte, konnte fast den Eindruck gewinnen. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hatte zur «Global Progressive Mobilisation» geladen, einem Treffen progressiver Parteien. Auffällig war dabei der Perspektivenwechsel: Nicht angepasste deutsche oder britische Sozialdemokrat:innen, sondern Politiker:innen des Globalen Südens bestimmten das Bild. Fast alle fortschrittlichen Regierungschef:innen, die im vergangenen Jahr mit US-Präsident Donald Trump aneinandergeraten waren, nahmen am Treffen in der katalanischen Hauptstadt teil: der brasilianische Regierungschef Lula da Silva, Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, Gustavo Petro aus Kolumbien und Cyril Ramaphosa aus Südafrika.