Literatur : Im Wartestand des Lebens

Nr. 19 –

Ein Campingplatz am Meer zwischen Pinienwäldern. Die Jahre mit vielen Besucher:innen, die «das gespielte Paradies suchten», sind vorbei. Die Schranke am Eingang bleibt unten. Im Pool schimmert das Wasser vor sich hin. Viel passiert hier nicht, es stürmt auf der See, oder die Nadeln fallen von den Pinien. Es scheint, als würde die Zeit pausieren. In diesem Stillstand finden sich die übrig gebliebenen Bewohner:innen wieder.

«Schatten der Pinus», der Debütroman der Bündner Lyrikerin Martina Caluori, versammelt Figuren im Wartestand des Lebens. Sie tragen ihre eigenen Verletzungen mit sich: eine strikt religiöse Erziehung, familiären Verlust, das Zerbrechen einer Ehe, eine gewaltsame Jugend – und suchen an diesem sonderlichen Ort nach einem Umgang damit.

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