Sachbuch : Polarisierung nach Gutsherrenart
Ein neues Buch nimmt das rechtspopulistische Unternehmertum ins Visier – und hinterfragt gängige Deutungen der autoritären Wende.
Wenn vom Aufstieg der Rechten die Rede ist, wird meistens über die Motive der Wähler:innen entsprechender Parteien nachgedacht: Protestieren sie gegen die sozialen Folgen der Globalisierung? Warum fühlen sie sich politisch nicht mehr repräsentiert? Wehren sie sich in einem kulturellen «Backlash» gegen die Liberalisierung der Gesellschaft? Im Sammelband «Oben rechts» versucht Herausgeber Heinrich Geiselberger, die Perspektive zu wechseln und sich stattdessen mit den «politischen Unternehmern» zu beschäftigen, die den Aufbau der neuen Rechtsparteien massgeblich vorangetrieben haben.