Nr. 06/2009 vom 05.02.2009

Plunder

Von Stephan Pörtner

Als allen das elende Gefeiere eines schönen Dienstags endlich verleidet war, stellten sie fest, dass es draussen nicht nur kalt, sondern auch unfreundlich war. Kein Wunder, es war ja Winter und jedes Jahr dasselbe. Man begutachtete den Krempel, der einem zugetragen worden war, und trennte Zweckloses von Abscheulichem. Das ging nicht ohne aufkeimende Ressentiments jenen gegenüber, die meinten, man habe eine Geschmacksverstauchung, zu viel Platz oder sei sonst wie ein simples Gemüt, das sich an solchem Plunder freuen würde. Man schwor sich, es im nächsten Jahr besser zu machen, tat es aber nicht und hatte es darum nicht anders verdient.

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