Nr. 36/2009 vom 03.09.2009

Frühstück, flüssig

Von Stephan Pörtner

Die Bradley Brothers verzehrten ihr drittes flüssiges Frühstück des Tages. Um sie herum zog ein weiterer, klebriger, warmer, nutzloser Tag ins Land. Sie hatten bereits mit den Nachbarn gestritten, auf herumstreunende Tiere geschossen und auf dem Weg ins Städtchen einen Briefkasten überfahren. Dem Sheriff, der auch zum Bradley-Clan gehörte, war es schon lange verleidet, sie einzubuchten, weil es danach im Gefängnis aussah und stank wie im Affenhaus des Brooklyn Zoo, den er auf einer Bildungsreise besucht hatte. So liess man diese grossen, starken und trinkfesten Brüder auf ihrer Veranda gewähren, auch wenn es die menschliche Gesellschaft alles andere als vorwärtsbrachte.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch