Nr. 35/2010 vom 02.09.2010

Heute mit: Elsa Bösch

Von Stefan Keller

In der WOZ sind weitreichende Veränderungen angesagt. Welche? WOZ-Leute berichten:

Elsa, ich stelle immer dieselben Fragen.

Elsa Bösch, Korrektorat: Ich kenne sie noch nicht auswendig.

Die erste Frage ist: Was ist los auf der WOZ?

Ja, eben die neue WOZ. Sie kommt in zwei Wochen, und da gibt es halt verschiedene Diskussionen.

Was für Diskussionen?

Es gibt zum Beispiel eine Diskussion um das Logo. Ob man die Buchstaben WOZ noch erklären muss oder nicht. Aber auch in meinem Job gibt es offene Fragen. Wir müssen etwa schauen, wie wir allzu grosse Löcher in der neuen Typografie vermeiden. Da ist noch nicht alles ganz optimal, aber insgesamt ...

Gefällt dir die neue WOZ?

Sie gefällt mir sehr gut.

Verändert sich das Korrekturlesen mit dem neuen Layout?

Es gibt weniger Spalten und das heisst ganz banal, es gibt weniger Trennungen. Aus Sicht einer Korrektorin ist das immerhin schon etwas. Breitere Spalten machen das Lesen ausserdem ruhiger, ich habe das sehr gerne. Der Inhalt ist ja sonst schon spannend genug.

Findest du?

[lacht] Er ist immer mal wieder sehr spannend.

Wenn eine Korrektorin privat eine Zeitung liest, fallen ihr dann eigentlich ständig Fehler auf?

Ich habe so einen inneren Schalter. Ich schalte völlig um. Manchmal fällt mir zwar etwas auf, aber ...

Du zückst nicht jedes Mal den Rotstift? Und umgekehrt, wenn du Korrektur liest, bekommst du die Inhalte überhaupt mit?

Man kann einen Text nicht korrigieren, ohne zu wissen, was man liest. Manchmal gibt es ja auch inhaltliche Fehler!

Mir würde der Kopf brummen nach einem Tag WOZ.

Ja, das ist so. Ich bin wirklich müde am Abend.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch