Nr. 14/2014 vom 03.04.2014

«Inakzeptable Zustände»

Von Markus Spörndli

In Griechenland sind rund 6000 MigrantInnen und Asylsuchende eingesperrt. Im Rahmen der europäischen Abschreckungsstrategie verbringen immer mehr Menschen bis zu achtzehn Monate in Internierungseinrichtungen – zum Teil in Polizeistationen, die für wenige Tage dauernde Internierungen eingerichtet sind.

Die internationale Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières (MSF), die seit 2008 in griechischen Internierungszentren medizinische und psychologische Unterstützung leistet, hat gravierende Missstände öffentlich gemacht. Demnach führen Überbelegung, schlechte Nahrung und ungenügende sanitäre Versorgung zu ernsthaften körperlichen und geistigen Erkrankungen. MSF kommt zum Schluss, dass sich die Situation laufend verschlechtert. Griechenland und die EU dürften diese «inakzeptablen Zustände» nicht länger ignorieren.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch