Nr. 09/2016 vom 03.03.2016

Pech für den Ölmäzen

Von Jan Jirát

Das Genfer Musée d’art et d’histoire hat seinen Sitz in einem über hundertjährigen Gebäude, das dringend renoviert werden sollte. Darüber sind sich alle einig. Trotzdem lehnten 54 Prozent der Abstimmenden die Renovation des Museums ab. Das Finanzierungsmodell des Stadtrats überzeugte nicht. Das ist erfreulich. Denn es sah die finanzielle Beteiligung des Genfer Ölhändlers und Kunstsammlers Jean Claude Gandur vor. Dieser hätte seine private Sammlung in einem öffentlichen Museum zeigen können. Was für ein Demokratieverständnis Gandur besitzt, offenbarte er letztes Jahr, als er auf eine Recherche über seine Geschäfte in der Tageszeitung «Le Courrier» mit einer Klage reagierte. Nun ist ein neuer Renovierungsplan gefragt.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch