Was weiter geschah: Die Zurich bewegt sich

Nr. 47 –

Und plötzlich geht es doch: Die Versicherung Zurich hat Mitte November angekündigt, sie wolle künftig keine Kohlekraftwerke mehr neu versichern und auch keine Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Kohlekraftwerken erwirtschaften. Damit will der laut «Forbes» siebtgrösste Versicherungskonzern der Welt einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Denn Kohlekraftwerke sind die grössten Emittenten des Treibhausgases CO2.

Die Zurich macht mit ihrem Schritt eine Kehrtwende. Noch im Juli dieses Jahres erklärte ein Firmensprecher gegenüber der WOZ, dass es besser sei, Kunden zu Einsparungen beim CO2-Ausstoss zu bewegen, als sie von vornherein auszuschliessen.

Mit ihrem jetzigen Schritt haben sich die Zürcher an die Spitze derjenigen Versicherungen gestellt, die konkrete Schritte zur Eindämmung des Klimawandels unternehmen. Dies geht aus einem neuen Bericht von Umweltorganisationen wie Greenpeace hervor. Generell stellt die Studie fest, dass sich unter den europäischen Versicherungskonzernen ein Trend zur Abkehr von der Kohle feststellen lässt. Auch Swiss Re sei auf einem guten Weg. Die US-amerikanischen Versicherungen würden sich dagegen bislang kaum bewegen. Ziel müsse es sein, so der Bericht, dass Kohleunternehmen nicht mehr versichert würden und deshalb aufgeben müssten.

Nachtrag zum Artikel «Zwiespältige Investments» in WOZ Nr. 27/2017 .