Nr. 10/2021 vom 11.03.2021

Grünes Licht

Ruedi Widmer über das Abstimmungswochenende, die Walliser Coronadiktatur und den Papst

Von Ruedi Widmer

Grünes Licht vom Bundesrat für Selbsttests: Jetzt kann man endlich testen, ob man schon geimpft ist.

Bis vor Bundesrat Dr. Ignazio Cassis hatten wir mit Didier Burkhalter gar noch einen FDP-Aussenminister, der eigene Burken hielt. Gut, ist diesem Treiben (Burkenzucht) am letzten Wochenende der Riegel geschoben worden.

Statt die Höhe einer Spende würde man lieber die Nationalität der Spende angeben, dann hätte auch die SVP kein Problem mit der kommenden «Transparenzinitiative».

Der Schweiz-Beauftragte von Abu Dhabi, Dr. Pierre Maudet (ex FDP), wurde fast wieder in den Genfer Staatsrat gewählt. Auf jeden Fall erhielt er im ersten Schongang mehr Stimmen als sein parteieigener Herausforderer Cyrill Aellen (am meisten Stimmen hat die Grüne Fabienne Fischer erzielt).

Aellen hatte bei den FDP-Wählerinnen und -Wählern wohl das Nachsehen, weil mit ihm keine Luxusreisen mehr möglich sind, und diese sind wichtig für das Volk im Kanton Genf, zumal mit dem Burkaverbot nun keine Scheichs mehr aus Abu Dhabi und Saudi-Arabien mit ihren Ehefrauen nach Genf shoppen kommen dürfen. Von Pierre Maudet erwartet die Staatskasse, dass er dieses ausbleibende Geld einfach selber in den Vereinigten Arabischen Emiraten abholt und der Genfer Volkswirtschaft zuführt.

Das Volk hat mit knapp 51,8 Prozent Ja gestimmt zum Enthüllungsinterview von Oprah Winfrey mit Prinzessin Meghan. Das Interview lüftete beispielsweise unter der Windsor-Burka hervor, dass im royalen Gefüge die Hautfarbe des Sohnes von Meghan und Harry, Archie (1), dazu führte, ihm keinen Adelstitel zu übertragen. Nun wird der Quexit, der Austritt des britischen Königshauses aus dem British Empire, eine denkbare Möglichkeit.

Das Königshaus hat noch mehr Probleme, so haben unter anderem meine eigenen Nachforschungen den dringenden Verdacht erhärtet, dass es sich bei «Q», der anonymen Informantenperson und zentralen Figur des QAnon-Kults, alleine schon vom Buchstaben her um die Queen handeln muss. Das Königshaus hat bislang kein Dementi herausgegeben.

Die Stimmbürgerinnen und -bürger des Kantons Zürich haben dem Observatorium für Sozialhilfebezüger zugestimmt. So können auch arme Leute den Sternenhimmel bewundern.

Der Walliser CVP-Staatsrat Christophe Darbellay und sein Kollege Roberto Schmid wurden beim Mittagessen in einem Restaurant erwischt. Da im Wallis Coronadiktatur herrscht, müssen die beiden Diktatoren nun bei Wasser und Brot eine lebenslange Strafe absitzen (mit Maske). Damit wird endlich der Weg frei für Christian Constantin und Sepp Blatter, vom Bistum Sitten beziehungsweise vom Scheich von Qatar in den Walliser Staatsrat berufen zu werden.

Die Frauenförderung wird vom Egerkinger Frauenkomitee nun auf Kopftuchträgerinnen in den Schulen ausgeweitet. Schlägertrupps der Frauenförderung sollen auch in Theatern darüber wachen, dass die Verkleidungen der Schauspielerinnen nicht abtörnend sind.

Mit Lawinensuchhunden sollen von detachierten Soldaten der Frauenförderung Egerkingen weitere Frauen unter bislang unbeachteten Verdeckungen gesucht, geborgen und gefördert werden.

Nach dem Treffen mit dem schiitischen Grossajatollah al-Sistani im irakischen Nadschaf hat Papst Franziskus die Ebene von Ur (Urner Reusstal) besucht, aus der nach der biblischen Überlieferung des Alten Testaments Abraham (Wilhelm Tell) stammen soll. Der Ort hat eine grosse Bedeutung für alle Religionen, die Wilhelm Tell als Stammvater betrachten und Dr. Walter Wobmann als seinen Propheten.

Grosssatir Ruedi Widmer (Winterthur) ist persönlich noch nie von einem Papst besucht worden.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch