Nr. 37/2021 vom 16.09.2021

Zwanzig Jahre Krieg Die anderen Schauplätze von «9/11»

Zwanzig Jahre nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon sind die Spuren dieses 11. September 2001 überall zu finden. Oder wie es der damalige US-Präsident George W. Bush in einer Rede vor dem Kongress wenig später unfreiwillig präzise vorausgesagt hatte: «Unser Krieg gegen den Terror beginnt mit al-Kaida, aber er endet nicht dort.» Kurz darauf marschierten US-Truppen in Afghanistan ein. Allerdings wurde der «War on Terror» auch direkt vor der eigenen Haustür geführt: In den USA erfuhr der Sicherheitsapparat eine beispiellose Aufrüstung, aber auch in Europa und der Schweiz wurde unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung die Überwachung ausgebaut. Derweil zündeten islamistische Attentäter weltweit weitere Bomben. Wer aber waren in den vergangenen zwanzig Jahren die Opfer? Wo wurden Grundrechte massiv eingeschränkt? Und wer stellte sich dem Sicherheitswahn der Staaten in den Weg? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im vorliegenden Heft nach. Zumindest eines scheint aus heutiger Sicht klar: Nicht nur das Desaster des Nato-Truppenabzugs aus Afghanistan zeigt, dass der «War on Terror» gescheitert ist.

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