Von Fussballerin Lia Wälti bis Züri West : Diese Promis machen mobil gegen SVP-Initiative

Nr. 19 –

Folgende Persönlichkeiten gehören zu den Erstunterzeichner:innen des Manifests «10 Millionen × Nein».

Hier können es auch Sie unterzeichnen.

Portraitfoto von Martin Suter
«Die Wirtschaft schwächen? Die AHV gefährden? Den Fachkräfte­zugang behindern? Eine solche Schweiz wäre mir fremd!» 
Martin Suter, Schriftsteller
Imago
Portraitfoto von Marlen Reusser
«Die Zahl der Einwohnenden zu limitieren, wird grosse Probleme bringen und keine lösen.»
Marlen Reusser, Radsportlerin
Imago
Portraitfoto von Dominic Deville
«Die sogenannte 10-Millionen-Schweiz hat für mich einen ganz unangenehmen Bei­geschmack. Kein Wunder … Denn alles, was man deckelt, wird früher oder später eingekocht und eingefroren. Um ganz hinten im Tiefkühl­fach in Vergessenheit zu geraten.»
Dominic Deville, Satiriker
Mali Lazell
Portraitfoto von Gülsha Adilji
«Es gibt viele Gründe, warum das eine absolute Gugusidee ist. Aber für mich geht es um eine Grund­einstellung zum Leben und zu den Menschen. Eine gerechte Welt kann nie funktionieren, wenn ein Land sagt: Die Grenzen sind zu, tschüss, tschau, verpiss di!»
Gülsha Adilji, Journalistin
Mirjam Kluka
Portraitfoto von Melinda Nadj Abonji
«Eine Partei spricht dir wieder einmal die Luft ab, das Wasser, das Recht, die Infra­struktur zu nutzen, die du mit aufgebaut hast, für die du zahlst, für die du dich mitverantwortlich fühlst. Nach wie vielen seelenlosen, verlogenen Initiativen dieser Art ist eigentlich genug? Wie viele Verletzungen braucht es noch, bis du aufstehst, Widerstand leistest, nach wirklichen Lösungen suchst, für Probleme, die uns alle betreffen, die uns die Luft zum Atmen nehmen?»
Melinda Nadj Abonji, Schriftstellerin
Ursula Häne
Portraitfoto von Carol Schuler
«Wenn wir Mauern um die Schweiz hochziehen, wird es bald dunkel im Land –gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell. Ich wünsche mir eine offene Schweiz. Statt die Verantwortung nach aussen zu schieben, sollten wir dort anpacken, wo es wirklich zählt: bei bezahlbarem Wohnraum, funktionierender Infrastruktur und fairen Arbeits­bedingungen. Die SVP-Initiative ist eine politische Nebelkerze: Sie verdeckt echte Probleme, ersetzt Lösungen durch Schuld­zuweisungen und will damit gezielt Angst schüren.»
Carol Schuler, Schauspielerin («Tatort») 
SRF
Portraitfoto von David Constantin
«Als Filmemacher erzähle ich Geschichten über die Schweiz, wie sie ist: vielfältig, widersprüchlich, lebendig. Diese Initiative will eine andere Schweiz. Eine abgeschottete. Die grossen Heraus­forderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam lösen, als Gesellschaft, in der man aufeinander zugeht.»
David Constantin, Filmemacher, Schauspieler («Tschugger»)
swissfilms.ch
Portraitfoto von Debjani Bhattacharyya
«Historiker:innen haben überzeugend belegt, dass der Begriff der 
Über­­bevölkerung mit der Deko­lo­nisation aufkam – nicht aus Sorge vor einer zu grossen Bevölkerungszahl, sondern vor dem Anwachsen der ‹falschen› Bevölkerungs­gruppen. Tatsächlich hat Nachhaltig­keit sehr wenig mit Bevölkerungs­zahlen zu tun. Ökologische Belastungen basieren auf unserer Konsum­gesellschaft.» 
Debjani Bhattacharyya, Umwelthistorikerin
Ursula Häne
Portraitfoto von Reto Knutti
«Die Chaos-Initiative gibt vor, ein Allheil­mittel zu sein. In Wahrheit ist sie eine Bankrott­erklärung. Die Schweiz verliert den Zugang zu den besten jungen Arbeitskräften und zu Forschungs­programmen. Wir setzen die Beziehungen zu Europa aufs Spiel, die zentral sind für unseren Wohlstand und die Lösung der noch immer drängendsten Probleme unserer Zeit, den Klima­schutz und die Energieversorgungs­sicherheit.»
Reto Knutti, Umweltnaturwissenschafter ETH
Florian Bachmann
Portraitfoto von Fatima Moumouni
«Den Familien­nachzug zu streichen und das Recht auf Asyl aufzuheben, hat nichts mit Nachhaltig­keit zu tun, sondern mit Grausamkeit. Wir wollen eine Schweiz, die sich an die Werte hält, die sie sich auf die Fahne schreibt. Und eine solche schützt Menschen­rechte und versucht, sie nicht ‹demokratisch› zu unterbinden. Nachhaltig sind ehrliche Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme statt Hetze gegen die Immergleichen.»
Fatima Moumouni, Autorin und Künstlerin
Maurus Streit
Portraitfoto von Lia Wälti
«Fussball lebt von Vielfalt, Austausch und internationalen Erfahrungen. Viele von uns spielen im Ausland oder kommen aus unterschiedlichen Kulturen, und genau das macht uns als Team stark. Eine Schweiz, die Menschen ausschliesst und diese Vielfalt schwächt, ist nicht die Schweiz, für die ich einstehe.»
Lia Wälti, Fussballerin
Imago
Portraitfoto von Loris Scola
«Als ich in die Schweiz kam, war ich zehn Jahre alt. Mein Vater, der uns damals am Bahnhof abholte, war schon dreizehn Jahre hier als Maurer und Saisonnier. Die lange Trennung hat uns entfremdet. Meine Eltern wurden nach unserer Ankunft oft gefragt, ob sie der Schweiz nicht dankbar seien. Es verhält sich umgekehrt: Die Schweiz sollte ihnen dankbar sein. Sie haben die Strassen gebaut, die Häuser geputzt, die Italianità in dieses Land gebracht. Darum müssen wir jetzt dagegen kämpfen, dass wir zum Saisonnier­statut zurückkehren – und die Schweiz eine Gated Community für die Reichen wird.»
Loris Scola, pensionierte Mathematiklehrerin
Privat