Von oben herab: Der grobe Unterschied

Nr. 19 –

Stefan Gärtner über den Nobelpreis und sein Feierabendbier

Immer öfter ertappe ich mich in letzter Zeit dabei, dass ich einfach gar nichts tue. Am Sonntag etwa lag ich nach dem Frühstück, als die Kinder ihren Medialbeschäftigungen nachgingen, noch einmal im Bett und sah aus dem Fenster und genoss den Blick auf die grossen, alten Bäume. Ich fürchte, ich werde deswegen hier auch nie wieder ausziehen, wiewohl ich nach wie vor nicht glaube, dass man Löcher in den Dielen und Wände aus Sand derart teuer vermieten muss. Aber auch vom Balkon aus sehe ich auf Bäume, und dann denke ich: Ich könnte ein Buch lesen. Ich könnte Italienisch lernen. Ich könnte sogar arbeiten! Aber ich will lieber hier sitzen und gar nichts tun, nur zuhören, wie die Zeit vergeht. Ist das faul? Ist das weise?

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