Zukunft im Provisorium
Kyaka II in Uganda ist anders als andere Flüchtlingslager – jedenfalls ein bisschen
Die Hitze ist drückend an diesem frühen Nachmittag in Kyaka II im Westen Ugandas. Über den mit Schlaglöchern übersäten Straßen aus roter Erde hängt ein Schleier aus Staub. Ockerfarben schimmern die Hügel und die Häuser. Nur die Schilder von internationalen Hilfsorganisationen, am Straßenrand unübersehbar, zeigen, dass Kyaka II kein gewöhnliches Dorf ist. Es ist eine der größten Flüchtlingssiedlungen Afrikas. Ja, eine Siedlung, kein Lager, keine Zeltstadt: Der Ort wurde angelegt für Menschen, die bleiben sollen. Aber niemand weiß, wie lange.