Künstliche Intelligenz: Beim Bot auf der Couch

Nr. 2 –

Immer mehr Menschen vertrauen ihre psychischen Probleme kommerziellen Sprach-KIs an – und finden die Ratschläge der Chatbots durchaus hilfreich. Doch Studien warnen, eine KI könne eine therapeutische Beziehung nicht ersetzen.

Illustration von Marcel Bamert: mehrere Personen welche auf Sprechblasen sitzen, liegen oder stehen

Manche sprechen von einem gigantischen sozialen Experiment mit ungewissem Ausgang: Wohl über eine Milliarde Menschen weltweit unterhalten sich jede Woche mit einem Chatbot, davon gut 800 Millionen mit Chat GPT von Open AI. Viele nutzen die generative Sprach-KI als «social companion», vertrauen ihr Probleme und Nöte an. Nicht immer kommt das gut, insbesondere bei jungen und labilen Menschen. Nachdem sich im vergangenen Jahr mehrere Personen, die Chat GPT nutzten, das Leben genommen hatten, veröffentlichte Open AI Ende Oktober erstmals Auswertungen der wöchentlichen Chats. Sie deuten darauf hin, dass weit über eine Million Menschen in eine emotionale Abhängigkeit zu Chat GPT geraten sind und rund 1,2 Millionen in den Chats gar suizidale Tendenzen äussern.

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