Interview: Auch Maschinen träumen

Nr. 2 –

In einer Psychotherapie gehe es primär darum, neue Erfahrungen zu machen. Und dabei, so der Analytiker und Therapeut Olaf Knellessen, könne auch eine KI helfen.

WOZ: Herr Knellessen, immer mehr Menschen wenden sich mit psychischen Nöten an Chatbots wie Chat GPT. Was löst das bei Ihnen als Psychoanalytiker und Psychotherapeut aus?

Olaf Knellessen: Ehrlich gesagt erstaunt mich das nicht. Es ist doch naheliegend, dass man diese Medien nutzt, um etwas über sich zu erfahren. Bevor es die künstliche Intelligenz gegeben hat, suchte man einfach im Internet nach Informationen zur eigenen gesundheitlichen Verfassung. Und es beunruhigt mich auch nicht wirklich. Einerseits bin ich zuversichtlich, dass wir als Psychotherapeut:innen immer noch gute Karten haben, im persönlichen Gespräch mit den Patient:innen arbeiten und sie weiterbringen zu können. Zum anderen finde ich diese Phänomene der KI als Psychoanalytikerin auch interessant. Wie funktionieren Chatbots?

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