Einfach kompliziert

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Filmstil aus «Solidarity»: ein Vater mit Kind vor einem Zelt

Dass man sich für Menschen in Not einsetzt, sollte selbstverständlich sein. War es nicht genau das, was die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im August 2015 meinte mit ihrem bündigen – und heute für Rassist:innen aller Art so ominösen – «Wir schaffen das»? Für reiche Staaten ist es doch einfach, andere provisorisch mit dem Notwendigsten zu versorgen, oder? Der Schweizer Regisseur David Bernet hat den Mut, die Sache kompliziert anzugehen. In seinem dokumentarischen Essay ­«Solidarity» weist er nicht nur auf die prekäre Lage von Geflüchteten etwa im Libanon hin, sondern er wagt es auch, die vermeintliche Einfachheit der Hilfsbereitschaft zu hinterfragen – ohne in die antiliberale Falle zu tappen und die Anstrengungen als müssig zu desavouieren.

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