Literatur: Ein schonungsloses Mosaik des Alterns

Nr. 5 –

Mit «Die späten Tage» hat Natascha Wodin ein radikales Werk über das Altern und das Sterben geschrieben.

Portraitfoto von Natascha Wodin
«Ich wohne in meiner Gedankenwelt und will nichts anderes als langsam und beharrlich mein dünnes Wortfädchen spinnen»: Natascha Wodin. Foto: Julius Schrank, Ostkreuz

Eine grosse Liebe im hohen Alter – wie romantisch könnte diese Geschichte sein! Aber bei Natascha Wodin gibt es keine romantischen Geschichten. Ihre Texte sind sehr emotional, aber auch so präzise und ehrlich, dass alle Widersprüche offen zutage treten. Zwar liebt die Ich-Erzählerin ihren um sechs Jahre älteren Partner leidenschaftlich: «Noch nie hatte ich den Körper eines Mannes so geliebt wie das, was Friedrich seine Reste nannte.» Aber da die beiden Menschen einen sehr unterschiedlichen biografischen Hintergrund haben, ist es auch eine spannungsgeladene Beziehung mit viele Krächen, Trennungen, Versöhnungen.

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