Das Imperium schlägt zu
US-Interventionen von Panama über Irak bis Venezuela
Man muss schon ein sehr selektives Gedächtnis haben, um die Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores aus Venezuela als „Rückkehr“ Washingtons zu einer „imperialistischen“ Politik zu bezeichnen, welche die USA seit 1945, wenn nicht gar seit 1918 nicht mehr praktiziert hätten.
Dass dieses Adjektiv in Bezug auf das Weiße Haus neuerdings von Medien verwendet wird, die es bislang nur für den Kreml reserviert hatten, wirkt naiv und ist auch unglaubwürdig. Seit dem Ende des Kalten Kriegs sprechen allein die Operationen unter der US-Präsidentschaft von George H. W. Bush (1989–1993) für sich.