Architektur: Gigantischer Termitenhügel

Nr. 9 –

Es muss nicht immer Gaudí sein: Am Stadtrand von Barcelona steht ein faszinierendes Beispiel für sozialen Wohnungsbau – utopisch, bunt und begehrt. Ein Besuch in Walden 7 von Ricardo Bofill.

die Gebäude der Überbauung Walden 7
Wirkt wie ein lebender Organismus: Walden 7 scheint eher gewachsen als gebaut. Fotos: Kai-Uwe Gundlach

Schon aus der Ferne fällt die ziegelrote Farbe auf, die sich von den anderen Gebäuden unterscheidet. Steht man dann vor Walden 7, dem 1975 eröffneten Wohnprojekt des katalanischen Architekten Ricardo Bofill, fühlt man sich winzig. Wie ein gigantischer Termitenhügel türmt sich das Gebäude auf, organisch und wild wuchernd. Scheinbar aus der Wüste an den Stadtrand von Barcelona gebeamt. Futuristisch und doch bodenständig. Wer zum ersten Mal einen Bofill-Bau sieht, kommt aus dem Staunen nicht heraus, Elemente wiederholen sich, aber nichts wirkt wie auf dem Reissbrett entworfen. Walden 7 scheint ein lebender Organismus zu sein, gewachsen und nicht gemacht.

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