Politische Theorie : Anarchismus jenseits von Lifestyle

Nr. 22 –

Von der Bronx bis nach Rojava: Die soziale Ökologie des aktivistischen Denkers Murray Bookchin wirkt bis heute nach.

Murray Bookchin
Murray Bookchin sah die Herrschaft von Menschen über
Menschen als Ursache für die ökologischen Probleme. 
CC BY-SA 4.0

Es mag nicht der allerprominenteste Name sein: Murray Bookchin (1921–2006) ist heute vor allem als Ökoanarchist bekannt, als Pionier der radikalen Ökologie und als Verfechter des basisdemokratischen Modells des libertären Munizipalismus oder Kommunalismus. Mit diesem beeinflusste er den Anführer der kurdischen Arbeiterpartei, Abdullah Öcalan, und hatte Einfluss auf den demokratischen Konföderalismus der selbstverwalteten kurdischen Region in Nord- und Ostsyrien. Bookchin war aber auch einer der ersten Linken, die sich – bereits in den fünfziger Jahren – mit ökologischen Fragen beschäftigten. Der Titel seines ersten Buches lautete «Lebensgefährliche ‹Lebensmittel›. Sind unsere Nahrungsmittel noch Lebensmittel?».

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