Nr. 12/2011 vom 24.03.2011

Spiel die Geheimorgel

Von Stephan Pörtner

Im Geheimlabor des Dr. Zinkweiss roch es stark nach Äther. Weil Betriebsferien waren, schöpften die Nachbarn Verdacht. Das Labor war zwar geheim, aber nicht so geheim, dass die Leute Adresse und Öffnungszeiten nicht gekannt hätten. Undurchschaubar waren vor allem die Experimente, die dort durchgeführt wurden, und darum sah es von aussen meist so aus, als sitze bloss ein älterer Herr in einem weissen Kittel auf einem Stuhl und hirne Löcher in die Luft. Die alarmierte Spezialeinheit Stechmücke sprengte ein Loch in die Wand und fand den Assistenten des Doktors, der auf der Geheimorgel geübt und dadurch den Missgeruch verursacht hatte.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 88-385775-2
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH 75 0900 0000 8838 5775 2
Verwendungszweck Spende woz.ch