Nr. 33/2010 vom 19.08.2010

Heute mit: Camille Roseau

Von Stefan KellerMail an AutorIn

In der WOZ sind weitreichende Veränderungen angesagt. Was für welche? WOZ-Leute berichten:

Was ist los auf der WOZ?

Camille Roseau, WOZ-Werberin: Im Moment noch nicht so viel, wir sind mit den Alltagsdingen beschäftigt wie zum Beispiel mit der Postrechnung und der Frage, wie man einen Bleistift bedruckt.

Wie bedruckt man einen Bleistift?

Mit Klischees. Das sind Druckformen mit erhabenen und nichterhabenen Teilen.

Etwa so, wie man früher Papier bedruckt hat?

Ja, genau so.

Aber wozu bedruckt man Bleistifte?

Weil wir eine Werbeaktion zur neuen WOZ machen.

Neue WOZ?

Ja. Die WOZ erscheint demnächst mit neuem Gesicht. Viel leichter zugänglich, viel besser zu lesen – viel schöner eben!

Ist sie nicht schön genug heute?

Nein.

Wie kannst du als Werberin eine Zeitung verkaufen, die du nicht schön findest?

Das frage ich mich täglich!

Also könnte man die WOZ jetzt abbestellen und erst wieder abonnieren, wenn sie schön ist?

So lange geht das gar nicht mehr. Nur noch vier Wochen!

Viel Arbeit, diese Neugestaltung?

Tatsächlich. Besonders wenn es dabei basisdemokratisch zugeht!

Da wird über jeden Strich, jede Linie ... ?

... jedes Komma, jede Serife!

... jeden Rahmen?

Abgestimmt, jaja!

Wie lange dauert der demokratische Prozess schon?

Gefühlte fünfhundert Jahre. Aber das Ende ist absehbar. Bald können wir mit von Stolz geschwellter Brust sagen: Wir habens komplett neu gemacht!

Laufen die Geschäfte denn bisher schlecht?

Keineswegs. Sie laufen sehr gut! Die Abozahlen waren noch nie so hoch wie dieses Jahr.

Also der richtige Moment, um das Produkt zu verändern?

Ich hoffe, ja.

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