Nr. 35/2010 vom 02.09.2010

Heute mit: Adrian Riklin

Von Stefan Keller

In der WOZ sind weitreichende Veränderungen angesagt. Welche? WOZ-Leute berichten:

Was ist los auf der WOZ?

Adrian Riklin, Kulturredaktion: Darf man es schon verraten? Es ist eine Nullnummer erschienen, wir hatten die neue WOZ in der Hand.

Ein erfreuliches Erlebnis?

Es war ein schönes Gefühl. Man kann jetzt bereits spüren, wie die neue WOZ sich anfühlen wird.

Ist sie schön?

Sehr schön. Sehr schön.

Die alte WOZ ist wüst im Vergleich?

Wüst würde ich nicht sagen, sie ist ... [Schweigt lange] ... die neue Form hilft uns, die Inhalte noch besser zur Geltung zu bringen. Das ist meine grosse Hoffnung.

Was war denn das Problem bisher?

Das Layout war zu starr. Zu wenig beweglich. Oft musste man sich mit den Texten zu sehr der Form anpassen. Zum Beispiel auch bei den Titeln. Manchmal konnte man nur ein oder zwei Wörter als Titel einsetzen. Sodass die Botschaft nur noch sehr verschlüsselt erschien. Künftig besteht ein grösserer Spielraum.

Könnte die Auflösung der strengen Form nicht auch zu Beliebigkeit führen?

[Schweigt wieder sehr lange] Es sind immer noch fixe Gefässe und immer noch verbindliche Dramaturgien. Aber es gibt nicht mehr diese sehr starke Begrenzung, etwa was die Zeichenzahl von Texten oder eben von Titeln angeht. Der Inhalt wird eher entscheidender.

Das Layout ordnet sich also dem Inhalt unter?

Es ist doch eigentlich die ideale Form, die dem Inhalt dient! Merkwürdigerweise wird sie dabei schöner!

Funktionale Schönheit?

Zurückhaltende Schönheit, nicht nur funktional, das wäre auch wieder falsch. Form als Ausdruck des Inhalts. Eine Idealvorstellung!

Der nähert sich die WOZ jetzt an?

Der nähern wir uns an.

Mit grossem Ernst?

Mit sehr grossem Ernst! [lacht laut]

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