Nr. 38/2012 vom 20.09.2012

Weitere AKW-Kesselrisse

Von Heimo Claasen

Neben dem seit Juni abgeschalteten belgischen Atomkraftwerk Doel-3 hat auch das stillgelegte AKW Tihange-2 Risse im Reaktorkessel, wie Belgiens nukleare Kontrollbehörde meldete. Beide Kessel stammen aus derselben Rotterdamer Schmiede (RDM), die auch denjenigen des AKWs Mühleberg herstellte (siehe WOZ Nr. 34/12). Ginge ein solcher Druckbehälter kaputt, hätte das eine Kernschmelze zur Folge.

Sobald die Messergebnisse vorliegen, wird die Regierung entscheiden, ob die beiden AKWs wieder in Betrieb genommen werden. Die Betreiberfirma Electrabel, die auch die Messungen macht, hält es für möglich, dass die Risse wegen Fabrikationsfehlern bei RDM entstanden sind, aber erst jetzt mit moderneren Messgeräten entdeckt werden konnten. Total wären 21 Reaktoren betroffen, für die RDM vor drei Jahrzehnten die Druckkessel geliefert hatte.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Weitere AKW-Kesselrisse aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr