Nr. 10/2013 vom 07.03.2013

Links-grüne Mehrheit trotz Kampagne

Von Jan JirátMail an AutorIn

Gleich doppelt Grund zur Freude hatte am letzten Wochenende in Baden der links-grüne Block (Team Baden): Geri Müller hat die Wahl zum Stadtammann – wenn auch denkbar knapp mit 34 Stimmung Vorsprung – gewonnen, Ruth Müri zieht in den Stadtrat ein. Beide haben sich jeweils gegen einen Konkurrenten der FDP durchgesetzt. Erstmals in der Geschichte ist die Badener Exekutive damit in rot-grüner Hand.

Die Stadtammannwahl hatte im Vorfeld weit über Baden hinaus für medialen Wirbel gesorgt. Die «Aargauer Zeitung» und die «Basler Zeitung» publizierten mehrere Artikel, die den grünen Nationalrat Müller wegen seines politischen Engagements im Nahostkonflikt in eine antisemitische Ecke stellten – andere Medien, darunter auch die WOZ, haben diese Vorwürfe aufgenommen (vgl. WOZ Nr. 9/13). Schliesslich berichtete die «SonntagsZeitung» am Wahlsonntag selbst, dass «Kritiker» von Geri Müller diesen «monatelang von einem Privatdetektiv beschatten liessen», um so seine «Wahl zum Stadtammann zu verhindern». Müller habe bereits entsprechende Schritte eingeleitet, um die Sache untersuchen zu lassen, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

Geri Müller bleibt wenig Zeit, um sich von den Strapazen des Wahlkampfs und der Kampagne gegen ihn zu erholen. Bereits in einem halben Jahr stehen in Baden Gesamterneuerungswahlen an.

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