Nr. 33/2014 vom 14.08.2014

Niederlage für Monsanto

Von Meret Michel

2012 erteilte das mexikanische Landwirtschaftsministerium dem US-Agrarkonzern Monsanto die Bewilligung, auf 253 000 Hektaren Gentechsoja anzubauen – gegen die Proteste von Tausenden Bauern und Bienenzüchterinnen, von Greenpeace sowie der nationalen Kommission für Biodiversität.

Nun gab ein Gericht in Yucatán den GegnerInnen recht. Studien hätten gezeigt, dass Gentechsoja eine Gefährdung für die lokalen Bienenkolonien darstelle, so das Gericht. Aus Yucatán stammen vierzig Prozent von Mexikos Honig. Hintergrund des Entscheids ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das Honig mit nicht zugelassenen Bestandteilen von Gentechpflanzen in der EU verbietet. Der Entscheid schafft einen Präzedenzfall, auf den sich indigene BäuerInnen im Kampf gegen Gentechnik beziehen können.

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