Nr. 02/2017 vom 12.01.2017

Was für 1 Widmerwoche!

Ruedi Widmer setzt alle Hebel in Bewegung, Ihnen die Wartezeit auf den 20. Januar zu vermiesen

Von Ruedi Widmer

Schon gewusst? Trump ist ein Narzi.

Am 15./16. Januar kommt der chinesische Staatspräsident Xi Jinping nach Bern. Die Stadt Bern erlaubt Demonstrationen gegen den Gast, aber der Angesprochene dürfe davon nichts merken. Die Demonstrationen finden in der Turnhalle der Kantonsschule in Chur statt, bei heruntergelassenen Rollläden und abgeschaltetem Licht.

Die Partei unseres Landesvaters hat aus ihrer dreiteiligen Clipart-Kollektion (Schaf, Minarett, Burka) wieder mal ein Plakat mit Sujet drei gemacht. Gegen die erleichterte Einbürgerung für DrittgenerationsausländerInnen passt das am besten. Ich mache gerne mal was mit Sujet eins (Schaf): ein Schafseckelplakat.

Erst wenn Wladimir Putins Fallschirmspringer in Neufundland landen, wird Präsident Trump vielleicht, aber nur vielleicht, merken, wie Putin ihn getäuscht hat. Es ist im Interesse der Weltöffentlichkeit, dass der neue US-Präsident so lange wie möglich nichts von den Absichten Russlands mitbekommt. Im Idealfall bis 2021. Wenn Trump es merkt, und er wird es erst merken, wenn er es selber merkt, dann wird die Hölle los sein. Sein grösster Fan Wladimir Putin nichts anderes als ein Rosstäuscher, ein Hillar Clinton, ein Strolch, ein Pirat? Präsident Trump wird nicht mehr zu halten sein, er wird die USA und die ganze Welt in die Luft jagen wegen unerwiderter Liebe, wegen schweren Missbrauchs seines Narzissmus, wegen der Einsicht, dass es Putin nur ums Geschäft und um Macht ging und nie um ihn und seine kühnen Träume eines Trumpreichs.

Die US-Geheimdienste sind jetzt schon dran, Trumps «Nuke-Knopf» zu entkabeln, damit seine Wutanfälle in den Wänden des Weissen Hauses verhallen.

Die Manager von Apple, Facebook, Google und Twitter haben sich zwar für Clinton ausgesprochen, aber Geld ist hart wie Kruppstahl, und es ändert nicht viel, die Seite zu wechseln und die Daten der UserInnen in böser statt in guter Absicht zu sammeln.

Aargauleiter A. Glarner findet es gut, «den Schweizern Angst zu machen» mit seinem Burkaplakat gegen die Einbürgerung von ItalienerInnen. Ich mache mir auch Sorgen über den Zustand des beliebten Nationalrats mit dem verschmitzten Gesicht.

Trump findet als Mann des Volkes Merrill Lynch viel sympathischer als Meryl Streep.

Rechtspopulist Beppe Grillo will sich der Kommunistischen Internationale anschliessen, nachdem weder die liberale Fraktion noch die Grünen im Europaparlament auf sein Zusammenarbeitsangebot eingestiegen sind.

Jared Kushner, Chefberater im Weissen Haus und zufällig Schwiegersohn von Präsident Trump, will endlich Wahlkampfversprechungen bekämpfen, zum Beispiel die Korruptionsbekämpfung.

Gipf-Oberfrick (AG) bürgert die Niederländerin Nancy Holten auch beim zweiten Anlauf nicht ein. Die Frau, die sich erfrecht, als einbürgerungssüchtige Ausländerin keine Burka zu tragen, ist dem Stimmvolk ein Dorn im Auge, weil sie schon mehrere politische Vorstösse gemacht hat, unter anderem gegen das Kirchengeläut (garantiert islamistisch motiviert), und sich damit nicht an die Regeln der Direkten Demokratie® hält. Ein Vorstoss müsste zuerst parteiintern Aargauleiter Glarner gemeldet werden, der das Ansinnen an Parteichef Köppel weiterleiten würde. Köppel schriebe darauf in der Parteizeitung einen Bericht gegen die Antragsstellerin, worauf die Gemeindesbewohner mit Mistgabeln auf die Antragsstellerin losgingen.

Niederländerinnen sind überhaupt ein Problem im Land: Mit ihren geschlossenen holländischen Holzschuhen klappern sie durch Gipf-Oberfrick und andere Ortschaften und machen den Einheimischen Angst. Denn hierzulande will man seinen Mitmenschen in die Hühneraugen blicken können!

Ruedi Widmer ist ganz gut drauf in Winterthur und sieht alles optimistischer, als man meint.

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