Nr. 22/2020 vom 28.05.2020

Wo sind die Lichtgestalten?

Von Stephan Pörtner

Warum, so fragte sich Gringenpohl, während er die unzähligen bitteren Kritiken am Staat und den staatlichen Eingriffen las, die seit Wochen aus den Kommentarspalten quollen und nicht selten von der Chefetage höchstpersönlich zusammenschwadroniert wurden, warum gab es in ganz Europa, ja auf der ganzen Welt nicht eine einzige dieser als Lichtgestalten angepriesenen Unternehmerpersönlichkeiten, die laut diesen Theorien alles wussten und konnten, denen wir unser Schicksal vertrauensvoll in die Hände legen sollten, die sich auf die mehrfach vorausgesagte Pandemie vorbereitet und ein riesiges Lager an Schutzmaterial angelegt oder einen Test entwickelt hätten, um in diesen Wochen ein gigantisches Vermögen zu erwirtschaften?

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im September ist sein neuer Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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