Nr. 26/2020 vom 25.06.2020

Raus, aber was dann?

Von Stephan Pörtner

Es gab nicht viel anderes zu tun, als hinauszugehen und dort nicht recht zu wissen, was anfangen. Das schöne Wetter verlangte es nun einmal. Erst recht, wenn es nicht mehr verboten war, aber wieder werden könnte. Die stadteigenen und -nahen Wälder waren denn auch von kontemplativ oder sportiv gesinnten Menschen bevölkert, die einander missmutig ausweichen mussten. Einzig auf besonders steilen Wegen gab es genügend Platz, aber diese führten unvermittelt zu Aussichtspunkten und Verpflegungsstätten, bei denen dann doch wieder alles zusammenströmte, auf Umwegen herangeschlichen. Als Alternative bot sich das Laufband im Innenhof an, auf dem auch schöne Spaziergänge unternommen werden konnten.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im September ist sein neuer Köbi-Krimi «Pöschwies» im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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