Nr. 24/2021 vom 17.06.2021

Die wohlige Normalität des Gedränges

Von Stephan Pörtner

Kurz vor der erhofften Wiedereröffnung des internationalen Flug- und Reiseverkehrs wurden noch einmal einheimische Trend- und Randgebiete erkundet, je nachdem über wie viel Geduld als VerkehrsteilnehmerIn oder Voraussicht als FrühbucherIn jemand verfügte. Während in Trendgebieten schon wieder die wohlige Normalität von Stau, Gedränge und einem bedenklichen Preis-Leistungs-Verhältnis in der Gastronomie erfahren werden durfte, herrschte in den Randgebieten noch immer weiträumige Leere und Abwesenheit von FreizeitaktivitätsenthusiastInnen. Nur auf den Passstrassen drängten sich die Velos, Töffs und Cabrios, auf den Wander-, Erlebnis- und Themenwegen konnte man aber stundenlang unterwegs sein, ohne Menschen zu begegnen, denen man ausweichen oder die man grüssen musste.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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