Nr. 20/2021 vom 20.05.2021

Und ewig brummt die Blechkiste

Von Stephan Pörtner

Eine Renaissance erlebte das Autofahren, das schon fast totgesagt oder zumindest -gewünscht worden war. Ausserhalb der Stadtgrenzen wurden zu Tageszeiten, die für den Arbeitsbeginn zu spät und für den Feierabend zu früh waren, unzählige Fahrten unternommen, trotz des noch geltenden Appells zum Zuhausebleiben. Ein Teil der Fahrten führte in die klassischen Einkaufszentren, die, wenn auch nicht mehr Umsatz, so doch höhere Besucherfrequenzen vermeldeten, weil die einst herrschende Hektik beim Shoppen einem nahezu kontemplativen, ineffizienten Herumschlendern und wahllosen Zusammensuchen von Waren gewichen war. Andere fuhren ohne oder mit vagem Ziel herum, bloss um dem Aufenthalt im lang ersparten Traumhaus zu entfliehen.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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