Nr. 33/2021 vom 19.08.2021

Rennen als Gesundheitsrisiko

Von Stephan Pörtner

Die lange vermissten Hitzetage und die gleichzeitige Beliebtheit des Breitensports, insbesondere bei dem von der Homeofficepflicht befreiten mittleren Kader, das zum Beweis seiner Tüchtigkeit und Begeisterung mittags durch aufgeheizte Innenstädte rannte und am Abend an irgendwelchen übertragenen oder sogar wieder live stattfindenden Massenveranstaltungen Lieblingsgetränke reinpfiff, stellten ein gesundheitliches Risiko dar, das unter dem Wahrnehmungsradar dümpelte, weil Beschwerden weder beklagt noch behandelt und wenn, dann auf andere Ursachen zurückgeführt wurden. Sollten die Temperaturen in Durchschnitt aber über zwei Grad steigen, war vermehrt mit Hitzekollapsen zu rechnen, die in ihrer Häufig- und Heftigkeit dem Burnout als beliebtesten Karriereknick den Garaus machen könnten.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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