Nr. 43/2020 vom 22.10.2020

Das Gute an den SchweizerInnen

Von Stephan Pörtner

In einer der berühmtesten Städte der Welt, einem von Millionen bevorzugten Reiseziel, blieben ebenjene Millionen aus, weil zwar nicht die Pest oder die Cholera wütete, aber trotzdem ein Gesundheitsrisiko bestand. Immerhin kamen die SchweizerInnen. In den mangels Strassen anstelle von Autobussen eingesetzten Schiffen des öffentlichen Verkehrs war mehr und beständiger Schweizerdeutsch zu hören als auf der Zürcher 31er-Linie an einem beliebigen Donnerstagnachmittag. Der Vorteil an den SchweizerInnen ist der, dass es nicht allzu viele von ihnen gibt, global betrachtet. Massen von SchweizerInnen bleiben überschaubar und sind, zum Verdruss des gebeutelten ansässigen Gewerbes, als Wirtschaftsfaktor und auch sonst kaum von Bedeutung.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Letzten Herbst ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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