Nr. 43/2021 vom 28.10.2021

Trotz aller Krisen

Von Stephan Pörtner

Während vor fünfzig Jahren noch Pläne bestanden, die Stadtbewohner:innen in die Vororte umzusiedeln, um genug Platz für achtspurige Autobahnen und reine Dienstleistungszentren zu schaffen, waren es heute die Bodenpreise, die die Leute aus der Stadt trieben. Zumindest jene, die solche nicht bezahlen konnten, denn von den anderen gab es, allen Krisen zum Trotz, genug, wenn nicht zu viele. Darum liess die Fahrt mit der Eisenbahn in jeder Richtung zur Stadt hinaus immer wieder staunen, wie viele neue Siedlungen entstanden, wie gross einst verschlafene Ortschaften geworden waren, wie viele Menschen überall wohnten. Dafür wurde klar, von wem all die Möbelhäuser lebten.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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