Barbi Marković: Miki und Mini in Österreich

Nr. 13 –

Soeben zu Recht mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet: In «Minihorror» gibt Barbi Marković sprachlich eigenwillig und mit viel Humor Einblick in die Ängste eines Mittelschichtspaars in Wien.

Portraitfoto von Barbi Marković
Dank ihres Humors gerade noch erträglich: Barbi Marković schafft eine zuweilen düstere und traurige Welt. Foto: Apollonia T. Bitzan

«Je schlimmer das Leben, desto geiler der Frühling», heisst es in Barbi Markovićs 2021 erschienenem, grandiosem Belgradroman «Die verschissene Zeit». Nun hat die seit 2006 in Wien lebende Autorin mit «Minihorror» einen Erzählband mit Horrorgeschichten vorgelegt, in dem es mit dem Frühling ein wenig komplizierter ist. In der Kurzgeschichte «Perfect day», einer Anspielung auf den Song von Lou Reed, erlebt Miki einen nahezu perfekten Frühlingstag in einem Wiener Park, seine Freundin Mini kommt mit einer Pizza vorbei, Freunde tauchen auf, drücken ihm eine Bierdose in die Hand, und aus der Ferne dringt das Konzert von Der Nino aus Wien zu ihm durch. Doch Miki plagt ständig die Angst, es könnte kippen, denn «das Schlimmste wäre, zu glauben, dass alles noch gut ist, wenn es nicht mehr so ist».

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