Mobilisierung in der Ukraine: Die schwierige Frage, wer kämpfen muss

Nr. 20 –

Nach Beginn der russischen Invasion gab es in der Ukraine eine nie da gewesene Einigkeit. Doch mittlerweile wächst der Frust, und es zeigen sich Risse in der Gesellschaft.

Panzersperren auf einem Platz in Kyjiw
Frühling in Kyjiw: Wie die Menschen den Krieg wahrnehmen, hängt stark davon ab, wo und wie sie leben.   Foto: Sergei Chuzavkov, Getty

Das bunte Treiben in Kyjiw passt nicht zur dramatischen Lage an der Front im Oblast Charkiw und im Donbas. Spaziergänger:innen bummeln durch eine Einkaufsstrasse im Zentrum, wo im April der Zara-Shop nach zweijähriger Schliessung wiedereröffnet hat. Pärchen fotografieren sich für Instagram. Und neben den Plakaten, die zum Eintritt in die Armee aufrufen, blühen die Kastanien- und Kirschbäume. Nur hin und wieder werden die Passant:innen abgelenkt. Sie blicken verstohlen auf die Beinprothese eines Veteranen. Oder drehen vorsichtig den Kopf, wenn sie an den uniformierten Beamten vorbeigehen, die alle, aber besonders die Männer, jederzeit nach ihren Papieren fragen könnten.

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